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	<title>Social Media Development &#187; Informationsflut</title>
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		<title>Informationsflut aus psychologischer Sicht</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 11:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Grewing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Artikel der aktuellen Psychologie Heute (1/2010) &#8220;Permanent online &#8211; Wie die neuen Medien das Leben verändern&#8221; gibt Eva Tenzer einen Einblick, wie die Informationswelt den Menschen aus hirnbiologischer und sozialpsychologischer Perspektive verändert.

Nach einer kleiner Einführung in die neuen Medien, allen voran Twitter, beschreibt sie, wie das Gehirn Informationen sequenziell abarbeitet, kategorisiert und priorisiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Artikel der aktuellen Psychologie Heute (1/2010) &#8220;Permanent online &#8211; Wie die neuen Medien das Leben verändern&#8221; gibt <a href="http://www.eva-tenzer.de/">Eva Tenzer</a> einen Einblick, wie die Informationswelt den Menschen aus hirnbiologischer und sozialpsychologischer Perspektive verändert.</p>
<p><span id="more-301"></span></p>
<p>Nach einer kleiner Einführung in die neuen Medien, allen voran Twitter, beschreibt sie, wie das Gehirn Informationen sequenziell abarbeitet, kategorisiert und priorisiert und dabei irgendwann an seine Grenzen stößt. Der Trend zur immer schneller werdenden Informationsgesellschaft lasse sich wohl aber nicht mehr umkehren. Das habe schließlich Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit des Menschen.<br />
Der stetige Eingang von mehr oder weniger wichtigen Informationen löse einen Steinzeitreflex beim Menschen aus. Die Experten Günter Weick und Wolfgang Schur sind der Meinung:</p>
<blockquote><p>&#8220;Neue Informationen, das hat uns die Evolution gelehrt, sind lebenswichtig. Wir können deshalb nicht anders, als beim Auftauchen einer neuen Nachricht den Eingangskanal automatisch ein- und alle anderen Prozesse auf Standby zu schalten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Prof. Ernst Pöppel warnt sogar:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn man kontinuierlich sozial vernetzt ist und sich keine Zeit mehr für sich nimmt, zum eigenen Nachdenken, dann können sich keine kreativen Prozesse entfalten. Wir vernichten unsere kreativen Potenziale durch den Terror der Kommunikation.&#8221;</p></blockquote>
<p>Immerhin hält Pöppel auch einen positiven Einfluss auf das Gehirn für möglich:</p>
<blockquote><p>&#8220;Sequenzielles Multitasking verlangt ein exzellentes Aufmerksamkeitsmanagement. Dies wäre ein Art positiver Kollateralschaden, wenn wir durch diese Art der Tätigkeit die Ressourcen unseres Gehirns in dieser Richtung postiv beinflussen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aus soziologischer Sicht erklärt Tenzer auch die bekannten Vor- und Nachteile des Leben im Netz. Auf der einen Seite verloren die Menschen aufgrund der virtuellen Kommunikation immer mehr den Bezug zur Realität.<br />
Gerald Hüther drückt das noch etwas drastischer aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn jemand ständig im virtuellen Raum kommuniziert, hat es offenbar mit den realen Beziehungen nicht geklappt. Jemand, der drei gute Freunde hat und die täglich sieht, braucht keine Internetplattformen. Aber das Ausweichen dorthin reizt natürlich, weil man die Kommunikation über den PC vollkommen selbst steuern kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dagegen spricht, dass Twitter oder soziale Netzwerke wir Facebook es ermöglichen, dass Kontakte über große Entfernung aufrechterhalten oder sogar neu geschlossen werden können.<br />
Zuletzt sieht Pöppel es dann doch noch etwas optimistischer:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Gehirn repariert sich immer selbst, und wenn Situationen entstehen &#8211; etwa durch Technologie-, die uns von uns wegführen, von dem Eigentlichen, wie wir gemeint sind, dann setzen Kompensationsmechanismen ein, die uns auf den rechten Weg zurückführen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Artikel gibt einen Einblick, wie man das Problem der Informationsflut aus psychologischer und soziologische Sicht verstehen kann. Für das Thema als Ganzes ist es aber etwas einseitig. Es kann nicht nur aus diesen Bereichen betrachtet werden. Die Informationsflut ist ein interdisziplinäres Problem und kann deshalb auch nur in einem ganzheitlichen Kontext betrachtet werden.<br />
Was mir in dem Artikel aus soziologischer Sicht fehlt: Warum sollen virtuellen Netze bestehende reale Beziehungen nicht ergänzen? Es heißt, entweder hat man reale Freunde oder man treibt sich in Internet herum. Ich denke, dass die virtuelle Seite eine reale Beziehung sehr gut ergänzen und vertiefen kann.</p>
<h3>Weiterlesen</h3>
<p>Die Homepage der Autorin<br />
<a href="http://www.eva-tenzer.de/">Eva Tenzer</a></p>
<p>Die zitierten Experten:<br />
<a href="http://www.weick-coaching.at/person.html">Günter Weick</a><br />
<a href="http://www.schur-coaching.de/person.html">Wolfgang Schur</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_P%C3%B6ppel">Prof. Ernst Pöppel</a></p>
<p>Beiträge von Frank Schirrmacher und Sascha Lobo auf Spiegel Online zum Thema Informationsflut:<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html"><br />
Frank Schirrmacher: &#8220;Mein Kopf kommt nicht mehr mit&#8221;<br />
Sascha Lobo:  &#8220;Die bedrohte Elite</a>&#8221;</p>
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		</item>
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		<title>Informationsflut &#8211; Sascha Lobo zum Thema</title>
		<link>http://www.social-media-development.de/blog/2009/12/08/informationsflut-sascha-lobo-zum-thema/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 18:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Grewing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Artikel &#8220;Mein Kopf kommt nicht mehr mit&#8221; von Frank Schirrmacher auf Spiegel Online vom 16.11.2009 hat heute Sascha Lobo mit einer Gegenrede &#8220;Die bedrohte Elite&#8221; beantwortet, ebenfalls auf Spiegel Online
Den ersten Artikel hatte ich zum Anlass genommen einen kleinen Beitrag zum Thema Informationsflut zu veröffentlichen. Ich war ebenfalls nicht der Meinung Schirrmachers, dass uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Artikel &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html">Mein Kopf kommt nicht mehr mit</a>&#8221; von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher">Frank Schirrmacher</a> auf Spiegel Online vom 16.11.2009 hat heute <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a> mit einer Gegenrede &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html">Die bedrohte Elite</a>&#8221; beantwortet, ebenfalls auf Spiegel Online</p>
<p>Den ersten Artikel hatte ich zum Anlass genommen einen kleinen Beitrag zum Thema <a href="http://www.social-media-development.de/blog/2009/11/26/informationsflut/">Informationsflut</a> zu veröffentlichen. Ich war ebenfalls nicht der Meinung Schirrmachers, dass uns die Flut der Informationen über den Kopf wächst,  und hatte etwas lapidar gesagt &#8220;<a href="http://twitter.com/gniwerg/status/6090744209"><span><span>Wir haben nicht das Problem der Informationsflut, sondern wir haben ein Filter-Problem</span></span></a>&#8220;.</p>
<p><span id="more-191"></span></p>
<p>Sascha Lobo ist auch der Meinung, dass die Menschheit schon immer Filter benötigte, sich der Fokus durch die neuen Medien aber von den klassischen Redaktionen wegbewege</p>
<blockquote><p>Der Berg des Wissens ist viel, viel höher geworden seit der Antike &#8211; unbesteigbar für den Einzelnen war er seit Beginn der Aufzeichnungen. Aus diesem Grunde brauchen wir, braucht die Gesellschaft schon immer Filtermechanismen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war der allgemein anerkannte Filter, der vermittels der Massenmedien gesellschaftlich Relevantes von Irrelevantem schied, die Redaktion.</p></blockquote>
<p>Mike Schnoor hat in seinem Ausblick <a href="http://www.sichelputzer.de/2009/12/03/was-wird-2010-im-bereich-social-media-passieren/">Was wird 2010 im Bereich Social Media passieren?</a> bereits zum Thema Nachrichten und Redaktionen geschrieben:</p>
<blockquote><p>Ab 2010 entscheidet die Masse der Nutzer immer eigenständiger über die aktuellen Themen des Tages. Entgegen des tagesaktuellen Redaktionsplans bestimmt die Community den Nachrichtenwert durch Retweets, Shares und Empfehlungen. Dieser Trend des digitalen Informationskonsums spiegelt sich in der sozialen Gewichtung von Nachrichten wider. Auch Redaktionen werden verstärkt auf das daraus ableitbare öffentliche Interesse eingehen und ihr redaktionelles Angebot daraufhin anpassen.</p></blockquote>
<p>Das ist auch der Aufhänger des Beitrags von Sascha Lobo. Ein knappes Fazit dieser Beiträge ist, dass den klassischen Medien immer mehr die Verantwortung entrissen würde, sich um die Auswahl der Nachrichten zu kümmern. Ob sie es wollen oder nicht, die Community nähme ihnen immer mehr Arbeit davon ab.</p>
<p>Ich persönlich empfinde die Informationsflut nicht als Problem, sondern eher als Herausforderung und denke, dass der steigende Einfluss der Community bei der Bewertung und Auswahl von Nachrichten und Informationen eher Vorteile mit sich bringen wird.</p>
<p>Ganz sicher ist, die Diskussion ist sehr interessant und die Berichterstattung auf Spiegel Online zeigt, dass das Thema Social Media immer mehr in das Bewusstsein der Menschen rückt und rücken wird.</p>
<p>Mein Beitrag in dieser Riesenmaschine: Ich werde mich in meinem Blog weiter mit den technischen Aspekten dieser &#8220;neuen Medien&#8221; beschäftigen.</p>
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		<title>Informationsflut</title>
		<link>http://www.social-media-development.de/blog/2009/11/26/informationsflut/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 19:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Grewing</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[
Irgendwie ist es auff&#228;llig zurzeit. Alle machen sich Gedanken &#252;ber die Informationsflut und sind von den neuen Medien schlicht &#252;berfordert.

	Der Kopf von Frank Schirrmacher macht schlapp, f&#252;r den Autor dieses Spiegel Artikels ist es eine schwere Zeit f&#252;r &#34;Informations(ver)arbeiter&#34; wie Journalisten und Anya Rutsche von myON-ID empfindet die heutige Kommunikation als zu schnell.
	Der Spiegel-Artikel listet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.social-media-development.de/blog/images/info.png" alt="informationen" /></p>
<p>Irgendwie ist es auff&auml;llig zurzeit. Alle machen sich Gedanken &uuml;ber die Informationsflut und sind von den neuen Medien schlicht &uuml;berfordert.</p>
<p><span id="more-36"></span><br />
	Der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html">Kopf von Frank Schirrmacher</a> macht schlapp, f&uuml;r den Autor dieses <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,663296,00.html">Spiegel Artikels</a> ist es eine schwere Zeit f&uuml;r &quot;Informations(ver)arbeiter&quot; wie Journalisten und Anya Rutsche von <a href="http://blog.myonid.de/2009/11/geschwindigkeit/comment-page-1/#comment-574">myON-ID</a> empfindet die heutige Kommunikation als zu schnell.</p>
<p>	Der Spiegel-Artikel listet die Problematik in ihrer Vielfalt auf:</p>
<ul>
<li>Browserfenster mit 3-30 Tabs</li>
<li>RSS-Reader mit Feeds von Blogs, Nachrichtenseiten und anderen Quellen</li>
<li>Ticker von Nachrichtenagenturen</li>
<li>E-Mail Programm</li>
<li>Instant-Messaging-System</li>
<li>Twitter-Client</li>
<li>Telefonate</li>
</ul>
<p>
	Ich glaube die Bew&auml;ltigung der Informationsflut wird noch eines der Themen der kommende Jahre werden und viele Wissenschaften machen sich bereits Gedanken &uuml;ber die L&ouml;sung des Problems. Psychologen raten zu einem bewussten Umgang mit den neuen Medien und schlagen vor, sie nur gezielt zu bestimmten Uhrzeiten abzurufen, um sich dann wieder auf eine Aufgabe konzentrieren zu k&ouml;nnen.<br />
	Als Software Entwickler w&uuml;rde ich nat&uuml;rlich eine technische L&ouml;sung bevorzugen. Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Semantisches_Web">Semantische Web</a> soll Informationen f&uuml;r Computer verwertbar machen und sie miteinander verkn&uuml;pfen, so dass daraus neues Wissen generiert werden kann bzw. die Informationen f&uuml;r den Menschen besser verarbeitbar werden. Die Wissenschaft dazu ist gar nicht mehr so jung, es existieren schon eine Menge Ans&auml;tze Informationen &uuml;ber Konzepte der Wissensrepr&auml;sentation, neuen Beschreibungssprachen oder Annotation zu verarbeiten und zu kategorisieren.<br />
	In HTML existiert schon lange die M&ouml;glichkeit Webseiten mittels Meta-Daten genauer zu beschreiben, bei den neuen Web 2.0 Anwendungen wie Blogs oder Twitter sind es z.B. Tags.</p>
<p>Unser Journalist nutzt unterschiedliche Informationskan&auml;le die sich grob in zwei Kategorien unterscheiden lassen: Kommunikationsmedien die bidirektional sind wie E-Mail und IMS und reine Informationsgeber wie RSS-Feeds. Twitter kann dabei beide Rollen einnehmen.<br />
	Bei den Kommunikationsmedien kann man Regeln definieren, die z.B. nach Absendern filtern. Im B&uuml;ro ist vielleicht eine E-Mail oder Twitter-Nachricht eines Freundes oder Familienmitglieds nicht ganz so wichtig.<br />
	RSS-Feeds kann man kategorisieren und damit priorisieren. Die g&auml;ngigen RSS-Reader bieten daf&uuml;r M&ouml;glichkeiten zur Sortierung. Es bietet sich au&szlig;erdem die Option alle Feeds in einem zu b&uuml;ndeln. Diese L&ouml;sung bietet u.a. der Google Reader und per Eigenbau auch Yahoo Pipes.</p>
<p>	Ich nehme mir zurzeit noch den Rat des Psychologen zu herzen und schalte einfach mal ab und &uuml;berlege dann, wie ich die Information h&auml;ndeln kann. Eine eierlegende Wollmilchsau habe ich auf jeden Fall noch nicht gefunden, besinne mich aber auf ein Zitat, was ich mal irgendwann aufgeschnappt habe:</p>
<blockquote><p>Wir haben nicht das Problem der Informationsflut, sondern wir haben ein Filter-Problem.</p></blockquote>
<p>
Eine tolle Bemerkung dazu hat auch Prof. Dr. Peter Kruse am Ende des Interviews &#8220;08 Untergang in der Informationsflut?&#8221;.<br />
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</p>
<p>Also lassen wir das alles erstmal erwachsen werden!</p>
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