Informationsflut – Sascha Lobo zum Thema

Den Artikel “Mein Kopf kommt nicht mehr mit” von Frank Schirrmacher auf Spiegel Online vom 16.11.2009 hat heute Sascha Lobo mit einer Gegenrede “Die bedrohte Elite” beantwortet, ebenfalls auf Spiegel Online

Den ersten Artikel hatte ich zum Anlass genommen einen kleinen Beitrag zum Thema Informationsflut zu veröffentlichen. Ich war ebenfalls nicht der Meinung Schirrmachers, dass uns die Flut der Informationen über den Kopf wächst,  und hatte etwas lapidar gesagt “Wir haben nicht das Problem der Informationsflut, sondern wir haben ein Filter-Problem“.

Sascha Lobo ist auch der Meinung, dass die Menschheit schon immer Filter benötigte, sich der Fokus durch die neuen Medien aber von den klassischen Redaktionen wegbewege

Der Berg des Wissens ist viel, viel höher geworden seit der Antike – unbesteigbar für den Einzelnen war er seit Beginn der Aufzeichnungen. Aus diesem Grunde brauchen wir, braucht die Gesellschaft schon immer Filtermechanismen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war der allgemein anerkannte Filter, der vermittels der Massenmedien gesellschaftlich Relevantes von Irrelevantem schied, die Redaktion.

Mike Schnoor hat in seinem Ausblick Was wird 2010 im Bereich Social Media passieren? bereits zum Thema Nachrichten und Redaktionen geschrieben:

Ab 2010 entscheidet die Masse der Nutzer immer eigenständiger über die aktuellen Themen des Tages. Entgegen des tagesaktuellen Redaktionsplans bestimmt die Community den Nachrichtenwert durch Retweets, Shares und Empfehlungen. Dieser Trend des digitalen Informationskonsums spiegelt sich in der sozialen Gewichtung von Nachrichten wider. Auch Redaktionen werden verstärkt auf das daraus ableitbare öffentliche Interesse eingehen und ihr redaktionelles Angebot daraufhin anpassen.

Das ist auch der Aufhänger des Beitrags von Sascha Lobo. Ein knappes Fazit dieser Beiträge ist, dass den klassischen Medien immer mehr die Verantwortung entrissen würde, sich um die Auswahl der Nachrichten zu kümmern. Ob sie es wollen oder nicht, die Community nähme ihnen immer mehr Arbeit davon ab.

Ich persönlich empfinde die Informationsflut nicht als Problem, sondern eher als Herausforderung und denke, dass der steigende Einfluss der Community bei der Bewertung und Auswahl von Nachrichten und Informationen eher Vorteile mit sich bringen wird.

Ganz sicher ist, die Diskussion ist sehr interessant und die Berichterstattung auf Spiegel Online zeigt, dass das Thema Social Media immer mehr in das Bewusstsein der Menschen rückt und rücken wird.

Mein Beitrag in dieser Riesenmaschine: Ich werde mich in meinem Blog weiter mit den technischen Aspekten dieser “neuen Medien” beschäftigen.


 
 
 

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